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„Ein Blick von außen ermöglicht immer neue Perspektiven“ – Freudberg Gemeinschaftsschule wird Mitglied im Schulverbund ‚Blick über den Zaun‘

Die Freudberg Gemeinschaftsschule ist seit April diesen Jahres Mitglied im Schulverbund Blick über den Zaun. Blick über den Zaun ist ein Schulverbund reformpädagogisch orientierter Schulen. Er hat das Ziel im gegenseitigen Austausch voneinander zu lernen. Zu den Aktivitäten gehören gegenseitige Schulbesuche, Tagungen und Fortbildungsangebote zur konkreten Unterrichtsentwicklung.

Die Pädagogische Schulleitung der Freudberg Gemeinschaftsschule, Ann-Katrin Schwindt, hat bereits Erfahrungen mit der Zusammenarbeit im Schulverbund gemacht. Im Interview erzählt sie, warum die Mitgliedschaft ein Vorteil für alle Beteiligten sein kann.

Woher kennst du Blick über den Zaun? Was waren deine bisherigen Begegnungspunkte?

Ann-Katrin: „Ich war bereits vorher an einer reformpädagogischen Schule tätig, die Mitglied bei Blick über den Zaun war. Ich habe die Zusammenarbeit immer als sehr wertvoll empfunden. Es war mir daher wichtig, daran auch gemeinsam mit der Freudbergschule anzuknüpfen.“

Welche Erwartungen hast du für die Zukunft an die Mitgliedschaft im Schulverbund Blick über den Zaun?

„Wir sind als Schule noch recht jung – aktuell im sechsten Jahr – und denken viel über die Weiterentwicklung des Unterrichts und der Schule nach: Wie können wir den bestmöglichen Unterricht für die Schüler*innen gestalten? Wie können wir eine gute Schule für und mit den Schüler*innen entwickeln? Aktuell stellen und diskutieren wir diese Fragen vor allem untereinander im Kollegium. Viel spannender wird es aber, wenn wir die Fragen mit Fach- und Lehrkräften diskutieren, die unsere Schule noch nicht oder nicht so gut kennen. Wir wollen auch das externe Feedback. Dabei können wir gemeinsam auf spezielle Fragestellungen schauen, die uns umtreiben. Oft befindet man sich in der eigenen Organisation ja in der Situation, bestimmte Fragen gar nicht so richtig beantworten zu können, weil man zu sehr in den eigenen Abläufen steckt. Ein Blick von außen ermöglicht immer neue Perspektiven.“

Durch das Netzwerk bzw. den Austausch mit anderen reformpädagogischen Schulen könnt ihr euch wahrscheinlich nicht nur inspirieren lassen, sondern auch Erfahrungen teilen?

„Das ist der große Vorteil der gegenseitigen Schulbesuche. Da besuchen zwei Kolleg*innen die anderen Schulen und Vertreter*innen anderer Schulen besuchen uns. Dadurch kommen sie aus ihrem Kosmos raus und erleben Abläufe, Organisation, Strukturen und Ansätze anderer Schulen direkt und können dazu Fragen stellen und auch Tipps geben. So können wir unsere Erfahrungen mit einbringen, aber auch neue Impulse aufnehmen. Wir können beispielsweise schauen, wie das jahrgangsübergreifende Lernen an einer anderen Schule in einem anderen Bundesland organisiert ist oder welche Herausforderungen aus Entscheidungen zur Schulorganisation resultieren, an die wir vielleicht noch nicht gedacht haben. Dieser Austausch ist für alle Beteiligten wertvoll.“