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Neuzugang: Schulhund Bobby an der Jugendschule Strausberg

Seit den Sommerferien suchten Timo Nadolny, Leitung der Jugendschule Strausberg, und die Schüler*innen nach dem perfekten Schulhund. Mit dem ein halbes Jahr alten Weimaraner-Pudel (Weimardoodle) namens Bobby wurde dieser gefunden und ist nun offiziell Schulhund in Ausbildung. „Bobby ist aufgeweckt, aufmerksam und hat viel Energie“, sagt Mia, Schülerin der Jugendschule Strausberg. Schon im letzten Schuljahr wurden alle Vorbereitungen getroffen.

Der Montessori Campus Berlin Köpenick, dessen Projekt die Jugendschule Strausberg ist, arbeitet bereits mit Schulhunden ebenso wie die Kolleg*innen des Montessori Campus Tegel. Die Jugendlichen konnten sich so selbst ein Bild von der Arbeit mit Schulhunden machen, sich beraten lassen und eigene Fragen stellen. Mit dem Wissen und den Eindrücken daraus haben die Jugendlichen gemeinsam mit dem Team der Jugendschule ein Konzept geschrieben: Hygienebedingungen, Verhaltensregeln sowie rechtliche und pädagogische Themen durften da nicht fehlen. Timo hat eine Ausbildung zum Umgang mit Schulhunden an der IHK Potsdam absolviert. Auch ein Hundeplatz mit Hundehütte wurde für Bobby gebaut. Selbst in der Kleinen Praktischen Arbeit einer Jugendlichen wurde der Hund in den Fokus genommen. Sie hat eigenständig über Hunderassen geforscht, Interviews mit Experten geführt und eine Hundeleine hergestellt.

Positiver Einfluss auf die Gruppe

Im Farmschool-Konzept der Jugendschule Strausberg spielen Tiere eine besonders wichtige Rolle. In der Zukunft will das Team in die Nutztierhaltung einsteigen. Nadolny weiß, was das für die Jugendlichen und das Team bedeutet. „Das ist eine große Verantwortung für die Jugendlichen. Die Zusammenarbeit mit Bobby ist ein erster Schritt in diese Richtung.“ Der Hund trägt dazu bei, eine sichere und angstfreie Lernatmosphäre sowie eine vertrauensvolle Lehrer-Schüler-Beziehung einfacher und schneller herzustellen. Studien belegen, dass bereits die bloße Anwesenheit von Hunden im Unterricht den Stress der Schülerinnen und Schüler reduziert.

Hunde sind vorurteilsfreie Partner. Sie reagieren direkt, ehrlich und überschaubar. In nahezu jedem Menschen sprechen sie Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Verbundenheit, Selbstbeherrschung sowie auch Geduld und Rücksichtnahme, Erkennen und Akzeptieren von Grenzen an. „Das ruhige Wesen von Bobby überträgt sich. Wir sind viel gelassener, wenn Bobby anwesend ist.“, kann die Schülerin Tekla bestätigen. „Ich habe das Gefühl, Bobby alles anvertrauen zu können. Er ist ein guter Zuhörer.“ Um Bobby auch genug Zeit und Ruhe zu geben, wird er nur in größeren Abständen aktiv in den Unterrichtsalltag eingebunden. Die meiste Zeit wird er, entsprechend seinen Bedürfnissen bei Kleingruppen oder auch für sich allein ruhen. „Bobby passt auf alle auf und ist Teil der Gruppe!“, freut sich Schülerin Lina.