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Foto: Jana Pajonk

Südkorea informiert sich über Montessori-Pädagogik

Die Kinder in Schule und Kinderhaus der Freien Montessori Schule Berlin staunten nicht schlecht als gestern 17 Südkoreaner plötzlich mitten im Raum standen. 14 Kitaleiterinnen, eine Professorin, ein Professor und der Manager eines südkoreanischen Kitaträgers waren im Auftrag der Regierung gekommen, um sich in Deutschland über frühkindliche Bildung und Erziehung zu informieren.

Wie Professor C Je, einer der Leiter der Delegation, mitteilte, ist in Südkorea derzeit ein großer gesellschaftlicher Umbuch im Gange, der auch die traditionelle Bildungskultur in Frage stellt – weg von der Schuluniform und staatlichen Erziehung hin zu einer individuellen und persönlichen Bildung. Das Kind als Individuum und seine Bedürfnisse rücken mehr und mehr in den Fokus.

Nach zwei Tagen in Göttingen, wo sie Kindertagesstätten, das Jugendamt und Wissenschaftler an der Universität besuchten, kamen sie nach Berlin. Am Mittwoch absolvierten sie einen ganztägigen Workshop über Hintergründe des west- und ostdeutschen Systems der frühkindlichen Bildung und Erziehung. Donnerstag Vormittag sprachen die wissbegierigen Besucher mit dem Vorstand der Montessori Stiftung Berlin in der Altstadt Köpenick über die Organisation des Kitawesens in Berlin. Nach einem Mittagessen ging es in die Köpenzeile nach Wendenschloss zur Freien Montessori Schule Berlin. Hier wurden sie von Kinderhausleiterin Andrea Donath begrüßt und bei einer Führung durch das Haus mit der Montessori-Pädagogik bekannt gemacht. Von der Kleinkindgemeinschaft bis zum Schulabschluss konnten sie so die begleitete Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen beobachten.

Sichtlich begeistert testeten sie das Lernmaterial in Kinderhaus und Schule und fotografierten viele Details. Den Kindern einer Lerngruppe der 1-3 brachten sie ein erstes koreanisches Wort bei. „Kimchi“ riefen ihnen die Sechs- bis Achtjährigen zum Abschied begeistert hinterher.

Ein paar Eindrücke des Besuchs (Fotos: Jana Pajonk):