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An der Gabrielenstraße in Tegel wurden bis zum 1. August 220 Container aufgestellt. Foto: Jan Vollendorf/ Montessori Stiftung Berlin

Montessori-Campus Tegel: Berlins größte Container-Schule bald fertig

Pressemitteilung vom 10. August 2018

An der Gabrielenstraße in Berlin-Tegel entsteht derzeit Berlins größte Container-Schule. Zwei Schulen in Trägerschaft der Montessori Stiftung Berlin und eine kooperierende Kindertagesstätte finden auf dem neuen Montessori-Campus ab dem kommenden Schuljahr ein neues Zuhause.

Am 1. August wurde das Richtfest gefeiert, denn da standen endlich alle 220 Container auf dem weitläufigen Gelände an der Gabrielenstraße 12-14 in Berlin-Tegel. Nun werden sie miteinander verbunden, Anschlüsse gelegt, Türen eingesetzt und die Innenräume eingerichtet.

Ab dem neuen Schuljahr sollen hier über 300 Kinder und Jugendliche aus einer Kindertagesstätte und zwei Schulen nach den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik lernen. Es wird Berlins größte Container-Schule sein. Für die Montessori-Schule Heiligensee und das kooperierende Kinderhaus war das eine Rettung in letzter Minute. Denn der Mietvertrag beider Einrichtungen war zum Ende des letzten Schuljahres ausgelaufen. Aber auch die Freie Sekundarschule PepperMont war schon länger auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Nun haben alle Einrichtungen in Tegel eine langfristige neue Perspektive gefunden. Auf die Container wird in den nächsten Jahren ein Neubau folgen.

Für die ersten beiden Wochen müssen die Kinder jedoch noch in Ausweichquartieren untergebracht werden. Denn bezugsfertig wird die Container-Schule erst Anfang September sein. So werden die Kindergartenkinder das neue Schuljahr in einer befreundeten KiTa beginnen. Die Schulkinder verbringen die ersten zwei Wochen in nahegelegenen Jugendherbergen. Auf den Einzug in die Container, die dann entsprechend den besonderen Bedürfnissen der Montessori-Pädagogik in den verschiedenen Altersgruppen eingerichtet sind, freuen sich alle.

Doch weder Schulleitungen noch Schulträger können sich ausruhen, denn dann stehen die Planungen für den Neubau und das Fundraising an. Weil öffentliche Schulen in freier Trägerschaft nicht von den öffentlichen Geldern, die der Senat für den Neubau von Schulen zur Verfügung stellt, profitieren, müssen finanzielle Mittel für das große zukunftsweisende Bildungsprojekt anderweitig eingeworben werden.

 

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