Neue Oberstufe

Ein neuer Weg zum Abitur

Die Montessori Stiftung Berlin engagiert sich seit dem Frühjahr 2016 in einem Arbeitskreis von Schulen und Schulträgern aus Berlin und Brandenburg für die Neugestaltung der Sekundarstufe. Ziel des Netzwerkes ist es, Schülerinnen und Schülern nach dem Mittleren Schulabschluss neue Perspektiven in der Vorbereitung auf das Abitur – und auf das Leben in der heutigen Welt – zu eröffnen.

Netzwerk „Neue Oberstufe für Berlin und Brandenburg“

Folgende Schulen, Schulträger und Institutionen arbeiten
derzeit am Konzept einer neuen Oberstufe zusammen:

  • Staatliche Montessorischule Potsdam
  • Evangelische Schule Berlin Zentrum
  • Christburg Campus gGmbH
  • Freie Schule Anne-Sophie Berlin
  • Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
  • Freie Montessori Schule Berlin
  • Montessori Stiftung Berlin
  • Evangelische Schulstiftung in der EKBO

Anders Lernen in der Sekundarstufe II

„In der Neuen Oberstufe sollen wissenschaftlich evaluierte Lehr- und Lernformate entwickelt und umgesetzt werden“, heißt es im Mission Statement des Netzwerks Neue Oberstufe. „Fachliche Inhalte werden interdisziplinär vernetzt und mit der Entwicklung überfachlicher Kompetenzen kombiniert. Zu den neuen Lehr- und Lernformaten zählen fächerverbindende Module, die Übernahme von Verantwortung in Projekten im öffentlichen Raum oder selbstverantwortete Lernexpeditionen. Sie ermöglichen den Jugendlichen die Übernahme eigener Verantwortung in unterschiedlichen Sozialformen. Die Schule bietet den Rahmen für die Reflexion, Dokumentation und Präsentation der Lern- und Arbeitsprozesse.

Schüler/innen der Neuen Oberstufe nehmen an den zentralen Abiturprüfungen teil. Neben der Fokussierung auf die Leistungsfeststellung durch Klausuren, Tests und Mitarbeitsbeurteilung in isolierten Fächern werden Kompetenzen auch in diversen anspruchsvollen Prüfungsformaten erfasst. Zu den Prüfungsformaten zählen Portfolioarbeiten, Ausstellungskonzeptionen, Präsentationen, Vorträge, künstlerische Arbeiten, Prüfungsgespräche, wissenschaftliche Ausarbeitungen, Teamklausuren oder auch Lernangebote für Mitschüler/innen in Form von Tutorien.

Die neuen Lehr-, Lern- und Prüfungsformate greifen nachhaltig und sinnvoll ineinander. Dazu bedarf es einer Flexibilisierung der Lernzeiten und Lernräume. Eine Öffnung der Schule zu außerschulischen Lernorten in Kommunen, Hochschulen, Verbänden, Stiftungen, Vereinen, Kirchen, Firmen, NGOs oder lokalen Kultureinrichtungen streben wir dort an, wo sie den beschriebenen Bildungsauftrag unterstützt.“

Schulversuch soll zum Schuljahr 2018/2019 starten

Derzeit arbeiten die Beteiligten an einem Eckpunktepapier sowie einem Zeitplan für die Umsetzung. Ein entsprechender Schulversuch soll zum Schuljahr 2018/2019 starten, der Antrag ist in Arbeit. Die Initiative ist offen für Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet.

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