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Erinnerung an Clara Grunwald

Herzliche Einladung zur Musikalischen Lesung am 8. Oktober in Adlershof

Anlässlich des 17. Montessori Europe Kongresses in Berlin-Adlershof lädt die Montessori Stiftung Berlin zu einer berührenden Gedenkveranstaltung für die Berliner Pädagogin Clara Grunwald. Bisher nicht bekannte Texte und Briefe der Berliner Pädagogin wurden jetzt von Rainer Völkel aufgearbeitet und zusammengestellt. Renate Kohn liest sie vor, Lieder von Dany Bober begleiten sie.

Clara Grunwald  wurde 1877 in Rheydt als Tocher eines jüdischen Kaufmanns geboren und zog noch als Kind mit ihren Eltern nach Berlin. Begeistert von der Idee einer neuen Erziehung führte sie in den 1920er Jahren die Montessori-Pädagogik an mehreren Berliner Schulen ein, gründetet Kinderhäuser und arbeitete überregional als Initiatorin, Ausbilderin und Beraterin für die Montessori-Methode. Sie begründete die deutsche Montessori-Gesellschaft. Im Ansatz der italienischen Ärztin sah sie die Lösung für die sozialpolitischen Probleme und die Grundlage für eine neue Gestaltung des öffentlichen Erziehungswesens.

Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1933 aus dem Schuldienst entlassen und bekam Berufsverbot. Auch die Montessori-Methode durfte nicht weiter verbreitet werden. Clara Grundwald arbeitete im Untergrund weiter, organisierte die Ausreise von Juden, unterrichtete privat. 1943 wurde sie deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

In Gedenken an diese couragierte Frau laden die Montessori Stiftung Berlin und der Montessori Landesverband Berlin-Brandenburg zur musikalischen Lesung:

Musikalische Lesung im Gedenken an Clara Grunwald

Samstag, 8. Oktober 2016, 20:00 Uhr
WISTA Kongresszentrum im „Bunsensaal“, Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin

Renate Kohn liest Texte von und über Clara Grundwald. Mit Liedern von Dany Bober.
Zusammenstellung und Textauswahl: Rainer Völkel.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.
Anmeldung
hier

Renate Kohn: Schauspielstudium, Engagements an verschiedenen Theatern. Fernsehzuschauern ist sie als Sekretärin “Helga” in “Ein Fall für Zwei” bekannt. Seit 2014 Dozentin an der Sommerakademie Altusried. Ihre besondere Liebe gilt der Vorlesekunst.

Dany Bober ist 1948 im Norden Israels geboren und lebt seit 1976 in Wiesbaden. Seit 1975 „singt und sagt“ Bober in deutschsprachigen Ländern vom Judentum. Insbesondere seine Interpretationen jüdischer Lieder machten ihn in Deutschland bekannt.